Laut dem World Mental Health Report der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus dem Jahr 2022 leiden weltweit fast 1 Milliarde Menschen an einer psychischen Erkrankung. Ende 2021 waren in der Datenbank meines Landes 6,6 Millionen Patienten mit schweren psychischen Störungen registriert. In diesem von Missverständnissen und Vorurteilen geprägten Bereich werden psychiatrische Stationen als professionelle Orte zur Behandlung psychisch kranker Patienten in den Köpfen der Öffentlichkeit oft zu einem Ort voller Fragen und Neugier. Heute werde ich als „alter Fahrer“, der 15 Jahre lang hart in der geschlossenen Psychiatrie gearbeitet hat, alle auf diese Entdeckungsreise führen, das Geheimnis der Psychiatrie lüften und Sie dazu bringen, diesen Ort voller Hoffnung und Fürsorge zu schätzen. F1: Werden alle Patienten mit psychischen Erkrankungen während ihres Krankenhausaufenthalts eingesperrt? A1: Das ist ein großes Missverständnis! Psychiatrische Stationen werden eigentlich in zwei Typen unterteilt: offene und geschlossene. Der ambulante Arzt erstellt anhand der individuellen Situation des Patienten einen maßgeschneiderten Krankenhausaufenthaltsplan. Nur bei Patienten, die impulsives, verletzendes, suizidales oder selbstverletzendes Verhalten zeigen, über mangelnde Selbstwahrnehmung verfügen oder die Mitarbeit an der Behandlung verweigern, wird eine geschlossene stationäre Behandlung angeordnet. F2: Wird der Patient bei einer geschlossenen stationären Behandlung geschlagen oder gefesselt, wenn er ungehorsam ist? A2: Absolut unmöglich! In der Psychiatrie orientieren wir uns an den Grundsätzen der Menschlichkeit und Professionalität. Schutzmaßnahmen werden nur dann ergriffen, wenn der Patient impulsives, verletzendes Verhalten oder schwerwiegende Selbstmord- oder Selbstverletzungsverhalten oder -tendenzen zeigt, nach strenger Beurteilung durch Ärzte und Pflegepersonal und mit Zustimmung der Familienmitglieder. Während der Fixierung achten wir auf die Befriedigung der physiologischen Bedürfnisse des Patienten und bieten ihm eine psychologische Betreuung an. Sobald die Emotionen des Patienten stabil sind, wird die Fessel sofort gelöst. F3: Ist die geschlossene Station wie ein Gefängnis mit Eisentüren und -fenstern? A3: Natürlich nicht! Bei der Gestaltung psychiatrischer Stationen stehen der Komfort und die Sicherheit der Patienten im Vordergrund. Die Stationen sind mit Möbeln ohne scharfe Ecken ausgestattet und geräumig sowie hell, sodass die Unannehmlichkeiten einer längeren Unterbringung vermieden werden. Darüber hinaus ist die Station mit einem Aktivitätsraum, einer Leseecke, einem weich gepolsterten Raum zum Entspannen usw. ausgestattet. Jedes Detail spiegelt die sorgfältige Betreuung der Patienten wider. F4: Leiden alle Patienten in den psychiatrischen Abteilungen an Verhaltensstörungen wie z. B. Schlagen anderer, Fluchen, Ausziehen von Kleidung und Hosen und Unsinn reden? A4: Dies ist ein weit verbreitetes Missverständnis. Tatsächlich gibt es viele Arten von psychischen Erkrankungen, darunter Depressionen, Angstzustände, Schizophrenie, bipolare Störungen usw. Tatsächlich zeigen nur wenige Patienten Symptome von Verhaltensstörungen und die meisten Patienten verhalten sich relativ normal. Sie zeigen möglicherweise nur Symptome wie akustische Halluzinationen, Wahnvorstellungen, emotionale Gleichgültigkeit und Faulheit im Leben. F5: Ist das Leben im Krankenhaus für Patienten mit psychischen Erkrankungen langweilig? A5: Ganz im Gegenteil! In der Psychiatrie gestalten wir für unsere Patienten einen bunten Klinikalltag. Auf der geschlossenen Station gibt es einen detaillierten Tagesablauf. Das medizinische Personal leitet die Patienten an, je nach Art ihrer Erkrankung eine Reihe von Aktivitäten durchzuführen, wie etwa körperliche Übungen, Musiktherapie, Maltherapie, Beschäftigungstherapie, Gruppenspiele, Vorträge zur Gesundheitserziehung, Filmvorführungen, Schach- und Kartenspiele, Karaoke usw., damit die Patienten während ihres Krankenhausaufenthalts eine umfassende körperliche und geistige Heilung erfahren können. Offene Stationen ähneln normalen Abteilungen für körperliche Erkrankungen, in denen die Patienten frei kommen und gehen und ihre Behandlungsmethoden wählen können. F6: Ist bei einem Krankenhausaufenthalt die Einnahme von Medikamenten erforderlich? A6: Natürlich nicht! In psychiatrischen Abteilungen gelten Medikamente, Psychotherapie und Elektrokrampftherapie als die „drei Wunderwaffen“. Die Elektrokrampftherapie ist eine neue Art der physikalischen Therapie, mit der psychiatrische Symptome schnell unter Kontrolle gebracht werden können. Es eignet sich für Patienten mit hartnäckigen psychischen Erkrankungen, schweren suizidalen und selbstverletzenden Verhaltensweisen und Tendenzen, extremer Erregung und Impulsivität, Verhaltensweisen, die Menschen verletzen und Eigentum zerstören, sowie einer Unverträglichkeit gegenüber der Behandlung mit antipsychotischen Arzneimitteln. Eine Psychotherapie kann die psychischen Symptome lindern, die Medikamenteneinnahmetreue der Patienten erhöhen, ihre sozialen Fähigkeiten verbessern, ihr Selbstbewusstsein steigern und das Wiederauftreten von Krankheiten wirksam verringern. Die psychiatrische Abteilung ist nicht nur ein Ort, an dem Patienten mit psychischen Erkrankungen behandelt und rehabilitiert werden, sondern auch ein Raum voller Verständnis, Fürsorge und Hoffnung. Das richtige Verständnis psychischer Erkrankungen und ihrer Behandlung wirkt sich nicht nur auf die Gesundheit der Patienten aus, sondern auch auf die Harmonie und Stabilität der Gesellschaft. Lassen Sie uns gemeinsam einen Beitrag zur psychischen Gesundheit leisten! Hunan Medical Chat Special Autor: Luo Yun, ein männlicher Psychiater für Erwachsene am Hunan Second People's Hospital (Provincial Brain Hospital) Folgen Sie @湖南医聊, um weitere Informationen zur Gesundheitswissenschaft zu erhalten! (Bearbeitet von YT) Das Titelbild dieses Artikels stammt aus der Copyright-Bibliothek. Der Nachdruck und die Verwendung können zu Urheberrechtsstreitigkeiten führen |
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